Doppelte Wesentlichkeit
Die doppelte Wesentlichkeit ist der Bewertungsrahmen, der im Rahmen der CSRD verwendet wird, um festzustellen, über welche Nachhaltigkeitsthemen ein Unternehmen berichten muss. Dabei werden zwei Dimensionen gleichzeitig betrachtet:
Auswirkungswesentlichkeit bewertet, wie sich die Aktivitäten eines Unternehmens auf Menschen und Umwelt auswirken, einschließlich tatsächlicher und potenzieller Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Finanzielle Wesentlichkeit bewertet, wie Nachhaltigkeitsthemen Risiken oder Chancen erzeugen, die die Finanzlage, die Ertragslage oder die Zahlungsströme des Unternehmens beeinflussen könnten.
Ein Thema gilt als wesentlich und muss berichtet werden, wenn es die Schwelle in einer der beiden Dimensionen erreicht. Dieser bidirektionale Ansatz stellt sicher, dass CSRD-Berichte sowohl die externen Auswirkungen als auch die internen Risiken erfassen und den Stakeholdern ein vollständiges Bild des Nachhaltigkeitsprofils eines Unternehmens bieten.
Die Bewertung der doppelten Wesentlichkeit umfasst in der Regel Stakeholder-Einbindung, Branchen-Benchmarking und eine strukturierte Bewertung aller ESRS-Themen (E1–E5, S1–S4, G1).
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