Net Zero (Netto-Null)
Net Zero (Netto-Null) bezeichnet den Zustand, in dem die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens so weit wie möglich reduziert wurden und verbleibende Restemissionen durch dauerhafte CO₂-Entnahme neutralisiert werden. Es ist nicht dasselbe wie Klimaneutralität, die sich stark auf CO₂-Kompensationen stützen kann, ohne tiefgreifende Emissionsreduktionen zu erfordern.
Die Science Based Targets initiative definiert den Net-Zero-Standard mit klaren Anforderungen:
- Tiefgreifende Dekarbonisierung: Reduktion der Emissionen aus Scope 1, Scope 2 und Scope 3 um mindestens 90 % gegenüber einem Basisjahr
- Neutralisierung der Restemissionen: Nur die verbleibenden maximal 10 % der Emissionen dürfen durch permanente CO₂-Entnahme ausgeglichen werden (z. B. Direct Air Capture, Pflanzenkohle)
- Wissenschaftsbasierter Zeitrahmen: Net Zero spätestens bis 2050 erreichen, mit kurzfristigen Zielen, die bis 2030 bedeutsame Fortschritte zeigen
Wesentliche Unterscheidungen:
| Konzept | Erforderliche Reduktion | Kompensation erlaubt | Standard |
|---|---|---|---|
| Net Zero | 90 % oder mehr | Nur für Restemissionen (maximal 10 %) | SBTi Net-Zero Standard |
| Klimaneutral | Beliebige Menge | Unbegrenzte Kompensation erlaubt | PAS 2060 |
| Klimapositiv | Mehr als 100 % der Emissionen entfernt | Ja, über den eigenen Fußabdruck hinaus | Kein einheitlicher Standard |
Im Rahmen der CSRD müssen Unternehmen ihre Klimatransitionspläne einschließlich Net-Zero-Zielen und -Zeitplänen gemäß ESRS E1 offenlegen. Ein von der SBTi validiertes Net-Zero-Ziel wird von Investoren und Kunden zunehmend erwartet.
Der Weg zu Net Zero beginnt mit einer umfassenden Berechnung des CO₂-Fußabdrucks. Die Dekarbonisierungstools von Dcycle helfen Unternehmen, Reduktionsziele zu setzen, Pfade zu modellieren und Fortschritte auf dem Weg zu ihren Net-Zero-Verpflichtungen zu verfolgen.
Related terms