Die 8 besten Dekarbonisierungssoftware-Lösungen 2026

Dcycle Team avatar Dcycle Team · · 20 Min. Lesezeit
Die 8 besten Dekarbonisierungssoftware-Lösungen 2026

Das sind die 8 besten Dekarbonisierungssoftware-Lösungen 2026:

  1. Dcycle

  2. Plan A

  3. Sweep

  4. Watershed

  5. Normative

  6. Persefoni

  7. South Pole

  8. Sphera

Dekarbonisierungssoftware ist eine Softwarelösung, die Unternehmen dabei unterstützt, ihren CO2-Fußabdruck systematisch zu messen, Reduktionsziele zu definieren, konkrete Maßnahmen zu planen und den Fortschritt gegenüber wissenschaftsbasierten Klimazielen (SBTi) kontinuierlich zu verfolgen: auf Basis des GHG Protocol und kompatibel mit CSRD, EU-Taxonomie und Net-Zero-Verpflichtungen.

Die Dekarbonisierung von Unternehmen ist heute weit mehr als ein freiwilliges Bekenntnis: Die CSRD verpflichtet tausende europäische Unternehmen zur Offenlegung von Klimatransitionsplänen nach ESRS E1, Finanzinstitute verlangen Klimadaten für Kreditentscheidungen, und Lieferkettenvorgaben erhöhen den Druck auf Scope-3-Reduktion erheblich.

In diesem Artikel vergleichen wir die 8 besten Dekarbonisierungssoftware-Lösungen, erläutern, worauf es bei der Auswahl ankommt, und zeigen, welche Plattform am besten zu Ihrem Unternehmen passt.

Die 8 besten Dekarbonisierungssoftware-Lösungen im Vergleich 2026

1) Dcycle

Dcycle ist eine SaaS-Plattform für vollständige Unternehmensdekarbonisierung: von der Messung des CO2-Fußabdrucks über die Definition von SBTi-konformen Reduktionszielen bis hin zur CSRD-konformen Berichterstattung des Klimatransitionsplans nach ESRS E1.

Was Dcycle von spezialisierten Klimatools unterscheidet: Die Plattform verbindet Dekarbonisierung direkt mit allen regulatorischen Anforderungen. Emissionsdaten, Reduktionsziele und Maßnahmenfortschritte fließen automatisch in CSRD-Berichte, EU-Taxonomie-Analysen und LkSG-Compliance ein, ohne dass Informationen mehrfach erfasst werden müssen.

Mit Dcycle können Unternehmen:

  • Scope 1, 2 und 3 vollständig messen und den Ausgangspunkt für den Dekarbonisierungspfad ermitteln.

  • SBTi-konforme Reduktionsziele definieren: Near-Term Targets, Long-Term Targets und Net-Zero-Verpflichtungen.

  • Klimatransitionspläne nach ESRS E1 strukturieren, dokumentieren und in CSRD-Berichte exportieren.

  • Maßnahmen priorisieren nach Emissionsreduktionspotenzial, Kosten und Umsetzbarkeit.

  • Lieferantenemissionen reduzieren durch strukturierte Scope-3-Engagement-Programme.

  • Fortschritt messen gegenüber jährlichen Meilensteinen und SBTi-validierten Pfaden.

Jetzt Demo anfordern und erfahren, wie Dcycle Messung, Planung und Reporting der Unternehmensdekarbonisierung in einer Plattform vereint.

2) Plan A

Plan A kombiniert CO2-Bilanzierung, Dekarbonisierungsplanung und Nachhaltigkeitsreporting in einem integrierten System. Besonders geeignet für mittelständische Unternehmen, die einen strukturierten Dekarbonisierungspfad aufbauen und dabei mehrere regulatorische Anforderungen gleichzeitig abdecken möchten.

Die Plattform bietet geführte Workflows für die Maßnahmenplanung und Echtzeit-Dashboards für den Fortschritt gegenüber Klimazielen.

Vorteile von Plan A:

  • Integrierte Emissionsmessung und Reduktionszielplanung.

  • Fokus auf europäische Regulierung: CSRD, EU-Taxonomie, SBTi.

  • Intuitive Oberfläche mit geführten Onboarding-Prozessen.

3) Sweep

Sweep ist eine europäische Plattform für CO2-Management und Dekarbonisierungsstrategie, die besonders für Unternehmen geeignet ist, die ihre Scope-3-Emissionen über die Lieferkette reduzieren und Klimaziele systematisch tracken möchten.

Sweep bietet strukturierte Engagement-Programme für Lieferanten, was die Scope-3-Dekarbonisierung, den häufig größten Hebel, erheblich vereinfacht.

Stärken von Sweep:

  • Fokus auf Scope-3-Reduktion über strukturierte Lieferantenengagement-Programme.

  • Integrierte Klimazielplanung und SBTi-Kompatibilität.

  • Reporting-Templates für CSRD-Klimatransitionspläne.

4) Watershed

Watershed ist eine amerikanische Plattform für Enterprise-Klimamanagement, die tiefe Datenintegrationen mit einer strukturierten Dekarbonisierungsplanung verbindet. Besonders geeignet für global aufgestellte Unternehmen mit komplexen Lieferketten und hohem Datenvolumen.

Watershed bietet detaillierte Szenarioanalysen für verschiedene Dekarbonisierungspfade und eine Priorisierungsmatrix für Reduktionsmaßnahmen.

Was Watershed bietet:

  • Tiefe ERP-Integrationen und strukturierte Scope-3-Methodologie.

  • Szenarioanalysen für verschiedene Dekarbonisierungspfade.

  • Reporting für CSRD, CDP und SEC Climate Disclosure Rule.

5) Normative

Normative hat sich auf standardisierte Emissionsberechnungen als Grundlage für den Dekarbonisierungsprozess spezialisiert. Die methodisch präzise Baseline ist die Voraussetzung für jeden glaubwürdigen Reduktionspfad.

Besonders stark ist Normative bei der Identifikation der größten Emissionsquellen (Hotspot-Analyse) und bei der Priorisierung von Dekarbonisierungsmaßnahmen nach Wirksamkeit.

Was Normative auszeichnet:

  • Auditfähige Baseline als Grundlage für den Dekarbonisierungspfad.

  • Hotspot-Analyse zur Identifikation der wirksamsten Reduktionshebel.

  • Unterstützung für GHG Protocol, SBTi und CSRD-Klimatransitionsplan.

6) Persefoni

Persefoni verbindet Carbon-Accounting mit Dekarbonisierungsplanung und ist besonders für Finanzinstitute geeignet, die Portfolioemissionen reduzieren und Klimaziele nach PCAF und TCFD verfolgen müssen.

Für Banken, Versicherungen und Asset Manager, die ihre Portfoliodekarbonisierung steuern müssen, bietet Persefoni eine der wenigen Plattformen mit nativer PCAF-Unterstützung.

Hauptvorteile von Persefoni:

  • Portfoliodekarbonisierung für Finanzinstitute nach PCAF-Standard.

  • Automatisierte Scope-3-Kategorie-15-Berechnungen.

  • Unterstützung für CSRD, TCFD und Net-Zero-Banking-Commitments.

7) South Pole

South Pole bietet eine Kombination aus Beratungsdienstleistungen und Software für Unternehmensdekarbonisierung und ist besonders geeignet für Unternehmen, die neben dem Softwaretool auch methodische Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Klimastrategie benötigen.

South Pole verbindet Emissionsmessung mit Zugang zu hochwertigen Klimaprojekten für unvermeidbare Restemissionen.

Was South Pole bietet:

  • Kombination aus Dekarbonisierungssoftware und -beratung.

  • Zugang zu verifizierten Klimakompensationsprojekten für Restemissionen.

  • Unterstützung bei der Entwicklung von Net-Zero-Strategien.

8) Sphera

Sphera bietet eine umfassende ESG- und Nachhaltigkeitsplattform mit starkem Fokus auf operative Emissionsreduktion und ist besonders für Industrieunternehmen geeignet, die ihre Dekarbonisierung mit EHS-Prozessen verknüpfen müssen.

Die Integration von Produktionsdaten und Emissionserfassung macht Sphera für emissionsintensive Branchen wie Chemie, Energie und Fertigung besonders relevant.

Stärken von Sphera:

  • Operative Emissionsreduktion verknüpft mit EHS-Management.

  • Standortbasierte Dekarbonisierungsplanung für Industrieanlagen.

  • Skalierbar für global aufgestellte Industrieunternehmen.

Was ist Dekarbonisierung und was bedeutet sie für Unternehmen?

Definition: Unternehmensdekarbonisierung

Dekarbonisierung bezeichnet den systematischen Prozess, die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens auf ein mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbares Niveau zu reduzieren: mindestens 50 Prozent bis 2030 gegenüber dem Basisjahr und nahezu Null bis 2050, mit Ausgleich verbleibender Restemissionen durch dauerhafte Kohlenstoffentnahme.

Unternehmensdekarbonisierung umfasst vier Kernelemente:

Messen: Vollständige CO2-Bilanz nach GHG Protocol (Scope 1, 2 und 3) als Ausgangspunkt und Grundlage für alle weiteren Schritte.

Planen: Definition wissenschaftsbasierter Reduktionsziele (SBTi), Entwicklung eines Klimatransitionsplans, Priorisierung von Maßnahmen nach Wirksamkeit und Umsetzbarkeit.

Umsetzen: Operative Maßnahmen zur Emissionsreduktion: Energieeffizienz, Elektrifizierung, Beschaffungsumstellung, Lieferantenprogramme, Kreislaufwirtschaft.

Berichten: Transparente Offenlegung von Emissionen, Zielen und Fortschritt gegenüber Investoren, Kunden und Regulatoren: nach CSRD, CDP, TCFD und SBTi.

Warum Dekarbonisierung heute strategisch notwendig ist

Der Druck auf Unternehmen, einen glaubwürdigen Dekarbonisierungspfad vorzulegen, kommt aus mehreren Richtungen gleichzeitig:

Regulatorisch: Die CSRD verpflichtet berichtspflichtige Unternehmen zur Offenlegung eines Klimatransitionsplans nach ESRS E1, inklusive Scope-3-Emissionen, kurz- und mittelfristiger Reduktionsziele und Maßnahmenplänen. Das ist keine freiwillige Ergänzung, sondern eine Pflichtoffenlegung.

Finanziell: Banken und Investoren integrieren Klimarisiken in Kreditentscheidungen und Kapitalkosten. Unternehmen ohne glaubwürdigen Dekarbonisierungspfad zahlen zunehmend einen Risikoaufschlag, der sich direkt auf die Finanzierungskosten auswirkt.

Geschäftlich: Große Konzerne verlangen von ihren Lieferanten zunehmend Emissionsdaten und Reduktionsverpflichtungen. Lieferanten ohne Dekarbonisierungsstrategie verlieren Ausschreibungen an Wettbewerber mit nachgewiesenen Klimazielen.

💡

Klimatransitionsplan nach CSRD: Der Klimatransitionsplan ist keine freie Erzählung, sondern eine strukturierte Pflichtoffenlegung nach ESRS E1-1. Er muss Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen, quantifizierte Reduktionsziele, konkrete Maßnahmen und eine Finanzierungsplanung enthalten. Eine Software, die diesen Plan automatisch aus den Emissionsdaten generiert, spart erheblichen manuellen Aufwand.

5 Kriterien für die Auswahl der besten Dekarbonisierungssoftware

1) Integration von Messung und Planung in einer Plattform

Das häufigste Problem bei der Dekarbonisierung ist die Trennung zwischen CO2-Messung und Maßnahmenplanung: Die Bilanz wird in einem Tool erstellt, die Ziele in einer Tabelle verwaltet, und der Fortschritt manuell zusammengeführt. Eine gute Dekarbonisierungssoftware integriert alle Schritte, von der Baseline-Messung über die Zieldefinition bis zur Fortschrittsmessung, in einem kohärenten System.

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Baseline als Pflicht: Ohne eine vollständige, methodisch korrekte CO2-Bilanz ist keine glaubwürdige Dekarbonisierungsstrategie möglich. SBTi lehnt Einreichungen ab, wenn die Baseline-Emissionen nicht alle wesentlichen Scope-3-Kategorien abdecken. Investieren Sie zuerst in die Datenbasis, bevor Sie Ziele setzen.

2) SBTi-Kompatibilität und wissenschaftsbasierte Zielsetzung

Science Based Targets (SBTi) sind der globale Standard für glaubwürdige Unternehmensklimziele. Die Software sollte SBTi-konforme Reduktionspfade automatisch berechnen können: Near-Term Targets (Minusstens 42 % bis 2030), Long-Term Targets und Net-Zero-Verpflichtungen nach dem SBTi Corporate Net-Zero Standard. Überprüfen Sie, ob die Plattform den SBTi-Einreichungsprozess aktiv unterstützt.

3) Scope-3-Engagement und Lieferantenreduktion

Bei den meisten Unternehmen liegt der größte Dekarbonisierungshebel in Scope 3, besonders in den Kategorien eingekaufte Waren und Dienstleistungen (Kategorie 1) und Nutzung verkaufter Produkte (Kategorie 11). Eine Plattform ohne strukturierte Lieferantenengagement-Funktion deckt genau diesen entscheidenden Hebel nicht ab.

4) Klimatransitionsplan nach CSRD und ESRS E1

Für CSRD-pflichtige Unternehmen ist der Klimatransitionsplan eine Pflichtoffenlegung. Die Software muss die spezifischen ESRS-E1-1-Anforderungen abdecken: Ziele, Maßnahmen, Governance, Finanzierungsplanung und Fortschrittsmessung. Plattformen, die nur CO2-Bilanzen erstellen, ohne den regulatorischen Berichterstattungskontext abzudecken, erzwingen manuellen Mehraufwand.

5) Reporting für mehrere Rahmenwerke gleichzeitig

Dekarbonisierungsdaten werden heute für mehrere Rahmenwerke benötigt: CSRD, CDP, SBTi, EU-Taxonomie und zunehmend auch Lieferkettentransparenz nach LkSG. Wählen Sie eine Plattform, die denselben Datensatz für alle relevanten Reporting-Anforderungen aufbereitet, ohne dass Daten mehrfach erfasst werden müssen.

Dcycle vereint Messung, Planung und Reporting der Unternehmensdekarbonisierung in einer Plattform. Erfahren Sie in einer Demo, wie Ihr Klimatransitionsplan automatisch aus Ihren Emissionsdaten entsteht.

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Wie man einen Dekarbonisierungspfad aufbaut: Schritt für Schritt

Schritt 1: Vollständige CO2-Baseline erstellen

Ohne eine vollständige Baseline gibt es keinen glaubwürdigen Ausgangspunkt. Das bedeutet: Scope 1, Scope 2 und alle wesentlichen Scope-3-Kategorien nach GHG Protocol, methodisch dokumentiert und auditfähig. Die Baseline ist das Fundament für alle weiteren Schritte und für die SBTi-Einreichung zwingend erforderlich.

Schritt 2: Hotspot-Analyse und Priorisierung

Wo liegen die größten Emissionsquellen? Eine Hotspot-Analyse identifiziert die Scope-3-Kategorien, Standorte, Produkte oder Lieferanten mit den höchsten Emissionen und damit die wirksamsten Reduktionshebel. Diese Analyse verhindert, dass Ressourcen in Maßnahmen fließen, die nur marginale Emissionsreduktionen bringen.

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Pareto-Prinzip bei der Dekarbonisierung: Typischerweise erzeugen 20 % der Lieferanten, Aktivitäten oder Produktkategorien 80 % der Scope-3-Emissionen. Eine gute Dekarbonisierungssoftware macht diese Konzentration sichtbar und ermöglicht es, Engagement-Ressourcen gezielt auf die wirksamsten Hebel zu richten.

Schritt 3: Wissenschaftsbasierte Ziele setzen (SBTi)

Auf Basis der Baseline werden Reduktionsziele nach dem SBTi-Standard definiert: mindestens 42 % Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 (gegenüber Basisjahr), mindestens 25 % Reduktion der Scope-3-Emissionen bis 2030, und Netto-Null bis 2050 nach SBTi Corporate Net-Zero Standard.

Schritt 4: Maßnahmenplan entwickeln und priorisieren

Der Maßnahmenplan übersetzt Ziele in konkrete operative Schritte: Beschaffung von Ökostrom (PPA, Herkunftsnachweise), Flottenelektrifizierung, Gebäudeenergieeffizienz, Lieferantenprogramme, Produktdesign-Änderungen für niedrigere Nutzungsemissionen. Jede Maßnahme wird nach Emissionsreduktionspotenzial, Kosten, Zeitraum und Verantwortlichkeit bewertet.

Schritt 5: Fortschritt messen und transparent berichten

Der Reduktionsfortschritt wird jährlich gemessen und gegen die SBTi-validierten Pfade abgeglichen. Die Ergebnisse werden transparent berichtet: im CSRD-Bericht nach ESRS E1, im CDP-Fragebogen und im SBTi-Fortschrittsupdate.

5 Vorteile einer modernen Dekarbonisierungssoftware

1) Vollständige Sichtbarkeit über alle Emissionsquellen

Eine spezialisierte Plattform stellt sicher, dass alle Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen systematisch erfasst und nach einer einheitlichen Methodik berechnet werden. Erst diese vollständige Sichtbarkeit ermöglicht eine fundierte Priorisierung der wirksamsten Dekarbonisierungsmaßnahmen.

2) Automatische Berechnung von SBTi-Reduktionspfaden

Die Berechnung SBTi-kompatibler Reduktionspfade ist methodisch komplex: verschiedene Sektordekarbonisierungsmethoden (SDA), absolute Kontraktionsmethoden (ACA) und sektorspezifische Wege. Eine Software berechnet diese Pfade automatisch und übernimmt die Validierungsvorbereitung, was den manuellen Aufwand erheblich reduziert.

3) Klimatransitionsplan direkt aus den Emissionsdaten

Die CSRD-Anforderung eines Klimatransitionsplans nach ESRS E1-1 ist erheblich. Eine gute Plattform generiert den Klimatransitionsplan direkt aus den vorhandenen Emissionsdaten, Zielen und Maßnahmenplänen: strukturiert, dokumentiert und exportbereit für den CSRD-Bericht.

4) Lieferantenengagement für Scope-3-Reduktion

Die größten Dekarbonisierungshebel liegen oft in der Lieferkette. Eine Plattform mit strukturierten Lieferantenportalen ermöglicht es, Emissionsdaten von Lieferanten systematisch einzufordern, Reduktionsverpflichtungen zu vereinbaren und den Fortschritt über Zeit zu verfolgen.

5) Einheitliche Datenbasis für alle Reporting-Pflichten

Emissionsdaten, die einmal für den Dekarbonisierungspfad erfasst werden, sollten direkt in alle Reporting-Anforderungen einfließen: CSRD-Berichte, EU-Taxonomie-Analysen, SBTi-Fortschrittsupdates und CDP-Fragebögen. Das verhindert Inkonsistenzen und spart erheblichen Mehraufwand.

Dcycle: Dekarbonisierung und regulatorisches Reporting in einer Plattform

Von der Baseline zum Klimatransitionsplan

Dcycle ist als integrierte Plattform konzipiert, die alle Schritte des Dekarbonisierungsprozesses verbindet: vollständige CO2-Bilanz, SBTi-Zieldefinition, Maßnahmenplanung, Fortschrittsmessung und CSRD-konformes Reporting des Klimatransitionsplans.

Statt Messung, Planung und Reporting in drei verschiedenen Systemen zu koordinieren, zentralisiert Dcycle alle relevanten Daten auf einer einzigen Plattform: automatisiert erfasst, methodisch korrekt berechnet und für alle regulatorischen Anforderungen aufbereitet.

Scope 3 und Lieferkettendekarbonisierung

Der schwierigste Teil der Unternehmensdekarbonisierung ist Scope 3. Dcycle unterstützt Unternehmen dabei, die größten Scope-3-Emissionsquellen zu identifizieren, Lieferantenengagement-Programme zu strukturieren und den Reduktionsfortschritt über alle 15 Scope-3-Kategorien zu verfolgen.

Integration mit CSRD, EU-Taxonomie und LkSG

Dekarbonisierungsdaten in Dcycle fließen automatisch in CSRD-Berichte, EU-Taxonomie-Analysen und LkSG-Reporting ein. Der Klimatransitionsplan nach ESRS E1-1 wird direkt aus der Plattform generiert, ohne manuellen Mehraufwand.

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Häufig gestellte Fragen zur Dekarbonisierung

Was ist der Unterschied zwischen Dekarbonisierung und CO2-Neutralität?

Dekarbonisierung bezeichnet die tatsächliche Reduktion von Treibhausgasemissionen durch operative Maßnahmen: Energieeffizienz, Elektrifizierung, Beschaffungsumstellung, Prozessoptimierung. CO2-Neutralität (Carbon Neutrality) bedeutet, dass verbleibende Emissionen durch Kompensationszahlungen an externe Klimaprojekte ausgeglichen werden, ohne dass zwingend eine Reduktion stattgefunden hat. Nach SBTi und CSRD ist echte Dekarbonisierung gefordert: Kompensationen zählen nicht als Reduktion, sondern nur als Ausgleich für unvermeidbare Restemissionen.

Was sind Science Based Targets (SBTi) und warum sind sie wichtig?

Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist der globale Standard für wissenschaftsbasierte Unternehmensklimziele. SBTi-validierte Ziele zeigen, dass ein Unternehmen seinen fairen Anteil an der globalen Emissionsreduktion übernimmt, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Für CSRD-pflichtige Unternehmen sind SBTi-Ziele keine Pflicht, werden aber als Nachweis eines glaubwürdigen Klimatransitionsplans von Investoren, Banken und Kunden zunehmend erwartet.

Muss der Klimatransitionsplan nach CSRD extern geprüft werden?

Ja. Der Klimatransitionsplan ist Teil des CSRD-Nachhaltigkeitsberichts und unterliegt damit der Prüfungspflicht nach ESRS. In der ersten Phase ist eine begrenzte Prüfungssicherheit (Limited Assurance) vorgeschrieben, perspektivisch soll diese auf hinreichende Prüfungssicherheit (Reasonable Assurance) erweitert werden. Das bedeutet: Alle Angaben im Klimatransitionsplan, Emissionen, Ziele, Maßnahmen und Fortschritt, müssen durch belastbare Daten und Dokumentation nachweisbar sein.

Wie viel kostet eine vollständige Unternehmensdekarbonisierung?

Die Kosten variieren stark je nach Ausgangssituation, Branche und Ambitionen. Die Softwarekosten für eine Dekarbonisierungsplattform liegen typischerweise zwischen einigen Tausend und mehreren Hunderttausend Euro pro Jahr. Die eigentlichen Investitionen für Dekarbonisierungsmaßnahmen (Ökostrom, Gebäudesanierung, Flottenelektrifizierung) sind oft ein Vielfaches davon, werden aber häufig durch niedrigere Betriebskosten und Förderprogramme teilweise kompensiert. Kontaktieren Sie Dcycle für eine unverbindliche Einschätzung Ihrer spezifischen Situation.

Können KMU einen Dekarbonisierungspfad verfolgen?

Ja. Auch wenn KMU oft nicht direkt CSRD-pflichtig sind, werden sie zunehmend von CSRD-pflichtigen Kunden und Lieferanten zur Bereitstellung von Emissionsdaten und Klimazielen aufgefordert. Der VSME-Standard bietet KMU einen freiwilligen, aber anerkannten Rahmen für strukturiertes Nachhaltigkeitsreporting. Eine schlanke Dekarbonisierungssoftware ermöglicht auch KMU, einen strukturierten Reduktionspfad aufzubauen, ohne eine eigene ESG-Abteilung zu benötigen.

Was ist der Unterschied zwischen Scope-2-Dekarbonisierung und Scope-3-Dekarbonisierung?

Scope-2-Dekarbonisierung ist der einfachste Einstieg: Wechsel zu erneuerbarer Energie über Stromlieferverträge (PPAs) oder Herkunftsnachweise (GOs). Die Emissionen sinken sofort und ohne strukturelle Veränderungen am Geschäftsmodell. Scope-3-Dekarbonisierung ist komplexer und wirkungsvoller: Sie erfordert die Zusammenarbeit mit Lieferanten, Veränderungen in der Beschaffung, im Produktdesign oder im Geschäftsmodell. Da Scope 3 bei den meisten Unternehmen 70 bis 90 % der Gesamtemissionen ausmacht, ist sie der entscheidende Hebel für eine echte Dekarbonisierung.

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