10 beste ESRS-Software-Lösungen für die CSRD-Compliance

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10 beste ESRS-Software-Lösungen für die CSRD-Compliance

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Die ESRS-Software hat sich zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Unternehmen entwickelt, die ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der CSRD strukturiert und skalierbar gestalten wollen. Die European Sustainability Reporting Standards verlangen eine Präzision und Vollständigkeit bei der ESG-Datenerhebung und -offenlegung, die mit manuellen Prozessen schlicht nicht zu erreichen ist. In diesem Artikel stellen wir die zehn besten Softwarelösungen vor, erläutern die Auswahlkriterien und zeigen, worauf es bei der Implementierung ankommt.

Warum ESRS-Berichterstattung heute entscheidend ist

Die CSRD und die dazugehörigen ESRS-Standards (European Sustainability Reporting Standards) verändern die Nachhaltigkeitsberichterstattung grundlegend. Unternehmen müssen ESG-Performance mit einer Präzision messen, steuern und offenlegen, die bisher nur für Finanzdaten galt. Das betrifft doppelte Wesentlichkeit, XBRL-konforme digitale Berichte, externe Prüfpflichten und die Integration von Klima-, Sozial- und Governance-Daten in einem kohärenten Berichtswerk.

Ohne eine spezialisierte Softwarelösung ist die Erfüllung dieser Anforderungen praktisch nicht möglich. Die Frage ist nicht ob, sondern welche Lösung am besten zu den spezifischen Anforderungen des Unternehmens passt.

Die CSRD-Richtlinie gilt schrittweise für immer mehr Unternehmen. Wer jetzt die richtige technologische Grundlage legt, ist für die nächsten Jahre regulatorisch solide aufgestellt.

Was ESRS-Software ist und leistet

ESRS-Software ist eine digitale Plattform, die die Erhebung, Analyse und Berichterstattung von ESG-Daten nach den European Sustainability Reporting Standards automatisiert. Sie verbindet sich mit internen Datenquellen (ERP, HR, Energiemanagementsysteme, Buchhaltung), standardisiert und validiert die Daten, unterstützt den Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse und generiert XBRL-konforme digitale Berichte.

Konkret automatisiert gute ESRS-Software fünf Kernfunktionen:

1. Automatische ESG-Datenerhebung: Integration mit internen Systemen statt manueller Dateneingabe. Die automatisierte Datenerhebung reduziert Fehler und erhöht die Aktualität der Daten erheblich.

2. Standardisierung und Validierung: Eingehende Daten werden auf Konsistenz, Vollständigkeit und methodische Korrektheit geprüft. Abweichungen werden flagged, bevor sie in Berichte einfließen.

3. Digitale Berichte (XHTML + iXBRL): Generierung von Berichten im maschinenlesbaren Format, das die CSRD für die elektronische Einreichung verlangt.

4. Multi-Framework-Distribution: Dieselbe Datenbasis nährt Berichte nach CSRD/ESRS, EU-Taxonomie, ISO-Standards, SBTi und NFRD, ohne Daten mehrfach erheben zu müssen. Mehr dazu unter Multi-Framework-Reporting.

5. Traceability und Audit-Kontrollen: Vollständige Nachvollziehbarkeit von Daten von der Quelle bis zum veröffentlichten Bericht. Jede Zahl ist auf Knopfdruck belegbar.

Die zehn besten ESRS-Softwarelösungen

1. Dcycle

Dcycle ist eine vollständig integrierte ESG-Plattform, die speziell für die Anforderungen von CSRD, ESRS, EU-Taxonomie, SBTi und ISO-Standards entwickelt wurde. Dcycle ist keine Beratung, sondern eine SaaS-Lösung, die alle ESG-Daten zentralisiert, automatisiert validiert und für die digitale Berichterstattung aufbereitet. Besondere Stärke: vollständige Traceability, automatische Qualitätskontrollen und nahtlose Integration in bestehende Unternehmenssysteme. Demo anfragen und mehr erfahren.

2. Greenly

Greenly fokussiert auf CO2-Bilanzierung und bietet eine benutzerfreundliche Plattform für Emissionserfassung nach GHG Protocol. Stärke bei Scope-3-Datenerhebung und Lieferanten-Engagement. Eignet sich gut für Unternehmen mit Fokus auf Carbon Footprint, die ESRS-Berichterstattung als Erweiterung hinzuziehen wollen.

3. Futureproof

Futureproof kombiniert ESG-Datenmanagement mit strategischer Beratungsunterstützung. Die Plattform bietet gute Frameworks für doppelte Wesentlichkeitsanalysen und ist für mittelgroße europäische Unternehmen positioniert.

4. StepChange

StepChange bietet eine strukturierte Lösung für die schrittweise CSRD-Implementierung. Besonders geeignet für Unternehmen, die noch am Anfang ihrer ESG-Datenreise stehen und einen geführten Onboarding-Prozess schätzen.

5. Persefoni

Persefoni ist eine auf Carbon Accounting spezialisierte Plattform mit starken Analysefunktionen. Die Lösung ist besonders für Finanzinstitutionen und Unternehmen mit komplexen Scope-3-Wertschöpfungsketten geeignet. Gute TCFD- und SBTi-Unterstützung.

6. Watershed

Watershed bietet eine datenintensive Plattform mit starkem Fokus auf Lieferketten-Emissionen und Klimastrategie. Geeignet für größere Unternehmen mit globalen Lieferketten, die Scope-3-Daten systematisch erheben und managen wollen.

7. Workiva

Workiva ist eine etablierte Plattform für integriertes Reporting, die Finanz- und Nachhaltigkeitsdaten in einem Workflow zusammenführt. Besondere Stärke bei der XBRL-konformen digitalen Berichterstattung und der Integration mit bestehenden Finanzberichtsprozessen.

8. VelocityEHS

VelocityEHS ist auf EHS (Environment, Health, Safety) spezialisiert und bietet breite Funktionen für operatives Umweltmanagement. Geeignet für Industrieunternehmen, die ESG-Berichterstattung auf einer soliden EHS-Datenbasis aufbauen wollen.

9. Normative

Normative fokussiert auf wissenschaftsbasierte CO2-Bilanzierung und ist besonders für Unternehmen geeignet, die SBTi-Ziele verfolgen und eine methodisch fundierte Emissionserfassung nach GHG Protocol benötigen.

10. Sweep

Sweep bietet eine kollaborative Plattform für Klimadaten und Lieferketten-Engagement. Geeignet für Unternehmen, die Lieferanten aktiv in ihre Dekarbonisierungsstrategie einbinden wollen.

Warum ESRS-Software implementieren?

Regulatorische Notwendigkeit: Die CSRD schreibt vor, was und wie berichtet werden muss. Die ESRS-Standards der EFRAG definieren die konkreten Inhalte. Ohne Software ist die Einhaltung dieser Anforderungen bei vertretbarem Aufwand nicht möglich.

Datenkonsistenz: Manuelle Prozesse führen unweigerlich zu Inkonsistenzen, die bei der externen Prüfung Probleme verursachen. Automatisierte Validierung stellt sicher, dass Daten konsistent und korrekt sind.

Fehlerreduktion: XBRL-Tagging, doppelte Wesentlichkeitsanalyse und die Erfassung aller ESRS-Datenpunkte manuell zu managen, ist fehleranfällig und zeitintensiv. Software reduziert dieses Risiko erheblich.

Zusammenarbeit: ESG-Daten entstehen in vielen Abteilungen. Eine zentrale Plattform ermöglicht die koordinierte Zusammenarbeit ohne die Risiken von Versionskonflikten in Tabellenkalkulationen.

Fünf Schlüsselvorteile von ESRS-Software

1. Zentralisierung aller ESG-Daten: Eine einzige Quelle der Wahrheit für alle ESG-Daten, quer durch alle Abteilungen und Datenquellen. Das eliminiert Silos und schafft die Grundlage für konsistente Berichte.

2. Automatisierung und Fehlerreduktion: Automatische Datenerhebung, Validierung und Berichtsgeneration reduzieren den manuellen Aufwand erheblich und minimieren das Fehlerrisiko.

3. Nahtlose Compliance und Audit-Bereitschaft: Mit vollständiger Traceability und strukturierten Audit-Trails sind Unternehmen jederzeit für externe Prüfungen bereit, ohne aufwendige Nachbereitungen.

4. Besser informierte Entscheidungen: Wenn ESG-Daten dieselbe Qualität und Verfügbarkeit haben wie Finanzdaten, können sie als strategisches Steuerungsinstrument genutzt werden, nicht nur für Compliance.

5. Kosteneinsparungen und operative Effizienz: Weniger Manualaufwand, weniger externe Beratungskosten für Datenaggregation und -aufbereitung, schnellere Berichtszyklen.

Drei häufige Herausforderungen ohne Software

1. Datenfragmentierung: ESG-Daten entstehen in Einkauf, Produktion, Logistik, HR und Finanzen. Ohne zentrale Plattform führt das zu inkonsistenten Dateninseln, die schwer zu konsolidieren sind.

2. Manueller Aufwand und Inkonsistenzen: Jährliche Datenaggregation in Tabellenkalkulationen ist zeitintensiv, fehleranfällig und nicht skalierbar. Mit wachsenden ESRS-Anforderungen wird das Problem größer, nicht kleiner.

3. Schwierige Anpassung an regulatorische Änderungen: ESRS-Standards werden fortgeschrieben. Software, die automatisch Updates einspielt, ist resilienter als manuelle Prozesse, die jede Änderung erfordern.

Was vor der Softwareauswahl zu beachten ist

Vor der Auswahl einer ESRS-Softwarelösung sollten Unternehmen folgende Fragen klären:

Datenvolumen und Datenquellen: Wie viele Standorte, Systeme und Datenquellen müssen integriert werden? Welche ERPs, HR-Systeme und Energiemanagementsysteme sind vorhanden?

Automatisierungsgrad: Wie hoch ist der gewünschte Automatisierungsgrad bei der Datenerhebung? Soll die Plattform direkte System-zu-System-Integrationen unterstützen?

Skalierbarkeit: Kann die Lösung mit wachsenden Anforderungen und wachsendem Unternehmen skalieren?

EFRAG/EU-Compliance: Ist die Lösung auf die aktuellen ESRS-Standards ausgerichtet? Werden Updates automatisch eingespielt?

Integrationsfähigkeit: Welche Schnittstellen bietet die Plattform zu bestehenden Unternehmenssystemen?

Das GHG Protocol als methodische Grundlage für Emissionserfassung sollte von jeder ernstzunehmenden ESRS-Plattform nativ unterstützt werden.

Fünf Implementierungsschritte

Schritt 1: Dateninventur und Gap-Analyse Welche ESG-Daten werden bereits erhoben? Welche fehlen? Welche Systeme liefern welche Daten? Diese Bestandsaufnahme ist die Grundlage für die Auswahl und Konfiguration der Software.

Schritt 2: Use Cases definieren Welche Frameworks müssen bedient werden (CSRD, EU-Taxonomie, SBTi, ISO)? Welche internen Steuerungsanforderungen gibt es? Die Priorisierung von Use Cases hilft, die Implementierung zu strukturieren.

Schritt 3: Tool auswählen und Integrationen planen Auf Basis der vorherigen Schritte Plattform auswählen und Integrationen mit internen Systemen planen. Pilotphase mit einem Teilbereich empfohlen.

Schritt 4: Kontrollen und Datenqualitätsregeln konfigurieren Validierungsregeln, Plausibilitätsprüfungen und Qualitätskontrollen einrichten. Traceability-Anforderungen definieren.

Schritt 5: Digital XHTML+iXBRL publizieren und reviewen Ersten vollständigen Berichtszyklus durchführen, externe Prüfung vorbereiten, Prozesse auf Basis der Erfahrungen optimieren.

Expertenperspektive: Der Unterschied liegt in der Datenstrategie

Der entscheidende Unterschied zwischen Unternehmen, die ESRS-Compliance effizient meistern, und solchen, die sich damit abrackern, liegt im Umgang mit ESG-Daten. Unternehmen, die ESG-Daten als strategische Unternehmensressource behandeln, also mit denselben Governance- und Qualitätsstandards wie Finanzdaten, sind langfristig besser aufgestellt.

Die ESRS verlangen nicht nur die Erhebung von Daten, sondern auch deren Qualitätssicherung, Vergleichbarkeit über Zeit und externe Verifikation. Das erfordert eine automatisierte Infrastruktur, keine manuellen Prozesse.

Dcycle als ESG-Softwarelösung

Dcycle zentralisiert, standardisiert und verteilt alle ESG-Daten in einem automatisierten Workflow. Die Plattform unterstützt ESRS, CSRD, EU-Taxonomie, ISO-Standards und NFRD aus einer einzigen Datenbasis. Digitales Tagging und iXBRL-Export ermöglichen die maschinenlesbare Berichterstattung, die die CSRD erfordert.

Integrationen mit ERP-, HR- und Energiemanagementsystemen reduzieren den manuellen Aufwand. Vollständige Traceability stellt sicher, dass jede Zahl im Bericht auf ihre Quelle zurückverfolgt werden kann. Und die strategische Perspektive auf ESG-Daten verwandelt Compliance-Arbeit in einen operativen Wettbewerbsvorteil.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen CSRD und ESRS? CSRD ist die EU-Richtlinie, die Nachhaltigkeitsberichterstattung verbindlich macht. ESRS (European Sustainability Reporting Standards) sind die technischen Standards, die definieren, welche Inhalte wie berichtet werden müssen. Beides zusammen bildet die regulatorische Grundlage für die neue Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Wer ist von der CSRD betroffen? Schrittweise Ausweitung: zunächst große börsennotierte Unternehmen, dann andere große Unternehmen, schließlich auch kapitalmarktorientierte KMUs. Die vollständige Anwendungsgruppe umfasst Hunderttausende von Unternehmen in der EU.

Was bedeutet doppelte Wesentlichkeit? Doppelte Wesentlichkeit (Double Materiality) verlangt, sowohl die Auswirkungen des Unternehmens auf die Gesellschaft und die Umwelt als auch die finanziellen Risiken zu berichten, die das Unternehmen durch Nachhaltigkeitsfaktoren ausgesetzt ist.

Was ist iXBRL und warum ist es wichtig? iXBRL (Inline XBRL) ist ein Datenformat, das Nachhaltigkeitsberichte gleichzeitig menschenlesbar und maschinenlesbar macht. Die CSRD schreibt die digitale Einreichung von Berichten in diesem Format vor.

Kann eine KMU mit ESRS-Software arbeiten? Ja. Auch wenn die vollständigen ESRS-Pflichten zunächst für größere Unternehmen gelten, sind KMUs, die in Lieferketten größerer Unternehmen integriert sind, oft indirekt betroffen. Darüber hinaus bietet frühe Vorbereitung einen strategischen Vorsprung.

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