Eine Nachhaltigkeitsprüfung im Unternehmen ist ohne belastbare Datenbasis teuer und fehleranfällig. Prüfer erwarten Rückverfolgbarkeit, dokumentierte Methodik und klare Verantwortlichkeiten. Viele Organisationen kombinieren daher Software für Daten und Workflows mit unabhängiger Assurance durch Wirtschaftsprüfer. Dieser Leitfaden ordnet zehn Anbieter und Rollen ein und hilft bei der Auswahl.
Lesen Sie vorab CSRD-Datenraum und Audit-Vorbereitung, Greenwashing-Regulierung und Unternehmens-Nachhaltigkeitsprioritäten.
Regulatorisch ist die CSRD auf EUR-Lex zentral. Für THG-Logik dient das GHG Protocol. Für nachgelagerte Rechnungslegungsinformationen lohnt der Blick auf IFRS Sustainability Disclosure Standards.
Die zehn häufig genannten Partner (Mischung aus Plattformen und Datenanbietern):
- Dcycle
- Persefoni
- Watershed
- EcoVadis
- Envizi (IBM)
- Emitwise
- Clarity AI
- Sweep
- Normative
- FigBytes
Zehn Partner für die Nachhaltigkeitsprüfung 2026
1. Dcycle: Datenrückgrat vor der Assurance
Dcycle ist keine Prüfgesellschaft, sondern Software, die ESG- und Emissionsdaten zentral erfasst und rückverfolgbar macht. So reduzieren Sie Rückfragen vor der Prüfung und beschleunigen Datenlieferungen an WP.
Nutzen: eine Quelle, Methodikversionen, Integrationen, Mehrfachreporting.
2. Persefoni
Persefoni adressiert große, regulierte Konzerne mit strukturierten Datenpipelines.
Nutzen: Skalierung, Reporting-Tiefe.
3. Watershed
Watershed verbindet Daten mit Maßnahmenplanung und Szenarien.
Nutzen: Management-Dashboards, Reduktionspfade.
4. EcoVadis
EcoVadis liefert Bewertungs- und Fragebogensysteme entlang Lieferketten.
Nutzen: Supplier Scores, Benchmarks.
5. Envizi (IBM)
Envizi fokussiert Energie- und Assetdaten mit historischer Tiefe.
Nutzen: energieintensive Standorte.
6. Emitwise
Emitwise nutzt Datenverarbeitung für große operative Bestände.
Nutzen: Mustererkennung, Validierung.
7. Clarity AI
Clarity AI liefert ESG- und Klimaanalysen für Finanzentscheider.
Nutzen: Portfolio- und Risikoansichten.
8. Sweep
Sweep unterstützt kollaborative Scope-3-Daten.
Nutzen: Lieferkettenworkflows.
9. Normative
Normative automatisiert Bilanzierung über große Datenmengen.
Nutzen: Datenintensität.
10. FigBytes
FigBytes bündelt ESG-Reporting und Storytelling-Funktionen.
Nutzen: Reporting-Teams mit Fokus auf Darstellung.
Warum Daten vor dem Prüfer stehen müssen
Assurance braucht Evidenz
Ohne Belegpfad entstehen Qualifikationen oder Nacharbeit.
CSRD verschärft Kontrollen
ESRS verlangt strukturierte, prüfbare Angaben; Datenräume werden zum Standard.
Rollen trennen
Management stellt Daten bereit, Abschlussprüfer prüft unabhängig.
Auswahlkriterien
Methodik und Standards
Abgleich mit GHG Protocol, CSRD/ESRS und internen Policies.
Integration
ERP, Energie, HR, Einkauf als Quellen.
Governance
Freigaben, Versionierung, Zugriffsrechte.
Skalierung
Mehrere Standorte und Sprachen.
Betrieb
SLAs und Support, nicht nur Features.
Typische Stolpersteine
Excel als System of Record
Nicht skalierbar, fehlende Logs.
Parallele Wahrheiten
Unterschiedliche Zahlen für Bank, CSRD und Website.
Scope 3 unklar
Lieferanten ohne Priorisierung.
So starten Sie strukturiert
1. Scope definieren
Welche Themen sind prüfungsrelevant?
2. Datenlandkarte
Quellen, Owner, Frequenz.
3. Tool evaluieren
Proof of Concept mit kritischen Use Cases.
4. Pilot
Ein Geschäftsjahr sauber durchspielen.
5. Assurance vorbereiten
Datenraum und Index vorbereiten.
Dcycle vor der Prüfung
Wir liefern strukturierte, versionierte Daten und Exportlogik, damit Prüfer schneller arbeiten können.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ersetzt Software den Prüfer?
Nein, sie liefert Material für die Prüfung.
Was ist „limited assurance“?
Ein verminderter Sicherheitsgrad; Umfang vertraglich festlegen.
Brauchen wir Scope 3?
Meist ja für CSRD-nahe Berichte; Materialität klären.
Wie oft testen?
Jährlich plus Trigger bei großen Änderungen.
Welche Dokumente?
Methodik, Grenzen, Faktoren, Änderungsprotokolle.